Immobilien betreuen wie das eigene Zuhause
Wenn Vorsorgegelder in Wohnliegenschaften investiert werden, geht es um mehr als Rendite. Es geht um Verantwortung. Reto Zangger von der Akriba Immobilien - Anlagestiftung spricht darüber, warum eine Verwaltung mitdenken muss – und woran man gute Bewirtschaftung erkennt.
Wohnimmobilien gelten als stabile Anlage. Doch hinter jeder Liegenschaft stehen Menschen, deren Altersvorsorge davon abhängt. Institutionelle Eigentümer tragen deshalb eine besondere Verantwortung. Rico Fey, Leiter Immobilienbewirtschaftung und Mitglied der Geschäftsleitung, hat mit Reto Zangger über langfristiges Denken der HEV Verwaltungs AG, klare Zuständigkeiten und die Rolle einer professionellen Verwaltung gesprochen.
Rico Fey: Herr Zangger, welche Art von Immobilien besitzen Sie und welche Verantwortung ist damit verbunden?
Reto Zangger: Die Akriba Immobilien – Anlagestiftung investiert hauptsächlich in Wohnliegenschaften und Mehrfamilienhäuser in der Deutschschweiz. Unsere Investoren sind vor allem Pensionskassen und Vorsorgeeinrichtungen, die Gelder für die Altersvorsorge verwalten. Deshalb tragen wir eine grosse Verantwortung: Wir müssen stabile Renditen erwirtschaften, damit diese Gelder langfristig an Wert gewinnen. Am Ende geht es um das Vertrauen vieler Menschen. Handwerker, Angestellte oder Banken zahlen in ihre Pensionskasse ein. Dieses Geld soll sicher angelegt sein. Darum stellen wir uns bei jedem Objekt die Frage: Würden wir diese Liegenschaft auch privat kaufen? Wenn die Antwort nein ist, investieren wir nicht.
Sie arbeiten seit 2016 mit der HEV Verwaltungs AG zusammen. Was war Ihnen bei der Wahl
einer Immobilienbewirtschaftung wichtig?
Reto Zangger: Eine Verwaltung muss unsere Denkweise teilen. Wir sprechen intern oft von unserer DNA. Eine Liegenschaft sollte so betreut werden, als wäre es die eigene. Mit dieser Haltung geht man automatisch sorgfältiger mit Ressourcen und finanziellen Mitteln um. Diese Eigentümersicht
ist für uns entscheidend.
Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Alltag?
Reto Zangger: Sehr strukturiert und zunehmend proaktiv. Die Verwaltung ist näher an den Liegenschaften als wir. Sie erkennt früh, wo Handlungsbedarf besteht, und meldet sich mit konkreten Vorschlägen. Diese Nähe ist für uns zentral, weil sie hilft, Risiken früh zu erkennen.
Gibt es ein aktuelles Beispiel?
Reto Zangger: Aktuell begleiten wir bei einer Liegenschaft eine grössere Fassaden- und Balkonrenovation. Die HEV Verwaltungs AG hat die Vorbereitung sehr aktiv unterstützt. Wir erleben eine offene Kommunikation und eine lösungsorientierte Zusammenarbeit. Gerade bei Themen
wie Feuchtigkeit ist es wichtig, Probleme frühzeitig anzusprechen – sonst können hohe Folgekosten
entstehen.
In welchen Bereichen fühlen Sie sich besonders entlastet?
Reto Zangger: Vor allem im Mitdenken der Verwaltung. Hinweise kommen nicht erst, wenn ein Problem akut ist. Oft werden Lösungen gleich mitgeliefert. Auch das Reporting ist für uns wesentlich. Als institutioneller Eigentümer sind wir auf korrekte, nachvollziehbare Berichte angewiesen.
Was unterscheidet eine gute von einer durchschnittlichen Immobilienverwaltung?
Reto Zangger: Der wichtigste Unterschied ist die Proaktivität. Eine gute Verwaltung erkennt Sanierungsbedarf früh, kommuniziert transparent und behält die Kosten im Blick. Klare Zuständigkeiten und strukturierte Abläufe gehören ebenso dazu wie Digitalisierung und schnelle Reaktionszeiten.
Wie würden Sie die HEV Verwaltungs AG in wenigen Worten beschreiben?
Reto Zangger: Mitdenkend, freundlich, aktiv, unkompliziert und hilfsbereit.
Wem würden Sie die HEV Verwaltungs AG empfehlen?
Reto Zangger: Eigentümern, die Sicherheit suchen. Man spürt, dass die Liegenschaften mit einer Eigentümerperspektive betreut werden. Dazu kommt breites Fachwissen, etwa in Recht, Bewertung oder Verkauf. Diese Kombination schafft zusätzliche Stabilität.
Vielen Dank für das Interview.




